Das Sandalor®-Verfahren

Die Vorbehandlung

Nach dem Sandalor®-Verfahren können anodisierte Oberflächen weiter eingefärbt werden. Die so erzeugten für den Außeneinsatz geeigneten bunten Farbtöne führen wegen des erhaltenen originalen Aluminium-Charakters je nach Lichteinfall zu sehr schönen metallischen und farbigen Oberflächen. Durch eine mechanische Vorbehandlung wird die Oberflächenbeschaffenheit je nach Wunsch beeinflusst.

E0 Entfetten und Desoxidieren
E1 Nur Schleifen
E2 Nur Gebürstet
E3 Nur Poliert
E4 Schleifen und Bürsten
E5 Schleifen und polieren
E6 Chemisches Beizen

Diese Vorbehandlung ist geeignet für Bauteile und Flächen mit technischer Funktion ohne dekorativen Anspruch. Da kein Material abgetragen wird bleibt die durch die Herstellung entstandene Oberflächenbeschaffenheit inklusive Kratzer, Riefen, Einschlüsse usw. erhalten.

Durch Schleifen werden Unebenheiten und Oberflächenfehler wie Kratzer oder kleine Riefen größtenteils beseitigt. Die Oberfläche ist geprägt durch eine starke Schleifstruktur.

Durch Bürsten erhält die Oberfläche im Unterschied zum Schleifen ein etwas helleres glänzenderes, Erscheinungsbild. Die Bürstenstriche bleiben sichtbar. Kratzer, Riefen, Einschlüsse usw. werden nicht entfernt.

Durch Polieren erhält man eine glänzende, blanke Oberfläche. Oberflächenfehler wie Riefen, Kratzer, Einschlüsse usw. werden nicht entfernt.

Durch Schleifen mit anschließendem Bürsten werden mechanisch Oberflächenfehler beseitigt und eine gleichmäßig glänzende Oberfläche erzeugt. Riefen, Kratzer, Einschlüsse usw. sind im Gegensatz zu den Bearbeitungsarten E0 und E2 nicht mehr zu sehen.

Durch Schleifen mit anschließendem Polieren erhält die Oberfläche ein glattes noch stärker glänzendes Erscheinungsbild. Oberflächenfehler wie Riefen, Kratzer, Einschlüsse usw. werden im Gegensatz zu den Vorbehandlungsarten E0 und E2 entfernt.

Beim Beizen - auch chemisches Mattieren genannt - entsteht eine stark mattierte Aluminiumoberfläche. Oberflächenfehler wie Riefen, Kratzer, Einschlüsse usw. werden ausgeglichen aber nicht immer restlos beseitigt.